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Mittwoch, 5. Januar 2011

Neujahr♥

FRÖHLICHES NEUES UND GUTEN RUTSCH <3
Oder wie die Japaner sagen:
AKEMASHITE OMEDETOU GOZAIMASU!
Alle Japaner machen vor dem Neujahr einen Neujahrsputz.
Denn man glaubt mit einem sauberen, schönen Haus wird auch das folgende Jahr schön. Meine Gastmutter schrubbte also einen ganzen Tag lang das Haus.
Mein Gastbruder und ich halfen auch ein wenig indem wir mein Zimmer und die Fenster putzten.

Mein Gastbruder Daichi beim Fenster 'putzen'

Über Neujahr war ich bei meiner ersten Gastfamilie aus Mitaka zu Besuch weil meine jetzige Gastfamilie keine großen Pläne hatte und ich aber nicht auf ein klassisch japanisches Neujahr verzichten wollte. Meine Mitaka Gastmutter hatte mich eingeladen also übernachtete ich über Neujahr dort.
Meine Mama, mein Papa und meine beiden 'großen Brüder' Makoto und Takashi, sowie Takashi's Frau Keiko (der süßeste und liebste Mensch auf Erden) und Louise, die auch aus Deutschland ist und im Moment in Tokyo studiert (mein großes Vorbild ^__~) und ihre alte Gastfamilie besuchte über Neujahr (sie war nämlich als Schülerin ein Jahr in Tokyo als Austauschschülerin und ist jetzt ein Jahr als Austauschstudentin in Tokyo, als Austauschschülerin hatte sie auch bei der Mitaka Gastfamilie gelebt) waren mit von der Partie.
Zum Abendessen gab es Nabe. Das ist Gemüse, Tofu, Fleisch u.ä. gekocht in einem großen Topf und man nimmt sich einfach aus dem Topf mit den Stäbchen und mixt es mit rohem Ei in seiner Schüssel und isst dann. Es ist superlecker und in Japan ein klassisches Winteressen. Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen und deshalb eines benutzt das ich bei Google gefunden habe ^___^

 Nabe ^__^

Dann fuhren wir zu einem Tempel für den Countdown. Beim Tempel stand eine lange Schlange vor dem Ort wo man seine Gaben für Gott abgibt. Als der Countdown fertig war und das neue Jahr da war fing die Schlange an sich zu bewegen. Wir warteten ungefähr 10 Minuten in der immer kürzer werdenenden Schlange bis wir zum Tempeleingang kamen wo man Kleingeld auf den Boden schmeißen musste, in die Hände klatschen und seine Bitte vor Gott vorbringen. Dabei aber nicht vergessen den vollen Namen und die Adresse zu erwähnen denn Gott ist sehr beschäftigt und kann sich nicht immer die Bitte merken wenn er nicht weiß wo er sie hinliefern muss hat mir Keiko gesagt.

 Meine Mitaka Familie <3
 Die Warteschlange vor dem Schrein
 Das Neujahrsgeld... Schreine machen zu Neujahr sicher total viel Geld *___*
Dann konnte man sich die Hände waschen mit Wasser an einem Brunnen und ein 'Omikushi' kaufen. Das ist so eine Art Glücksvorhersage für das folgende Jahr. Es gibt 'schlechtes Glück', 'kleines Glück', 'mittleres Glück', 'gutes Glück' und 'großes Glück'.
Ich bekam 'kleines Glück'  T_________T
HILFEE!!! Ich will kein schlechtes 2011!!
Wenn man eine besonders schlechte Glücksvorhersage hat bindet man sein Los an einen Baum damit die Vorhersage gebannt wird. Aber ich nahm meines mit nach Hause weil ich es als Andenken behalten will ;)
Danach gingen wir Neujahrssoba essen. Man konnte den Köchen zusehen wie sie die Sobanudeln zubereiten und dann welche kaufen um sie mit nach Hause zu nehmen oder gleich vor Ort essen. Es war echt saukalt deswegen haben die heißen Sobanudeln sehr gutgetan ^___^

Mein Omikuji
Soba-Nudeln~~<3

Dann ging es wieder heim und ich fiel todmüde auf meinen Futon.
Am nächsten Morgen (dem 1.1.2011) gab es zum Frühstück Reiskuchen (Omochi) in heißer Suppe, Kaviar und süße, schwarze Olivenartige Erbsen (wieder das typisch japanische Essen für den ersten des neuen Jahres)
Es war SUPERLECKER! *_____*
Keiko brachte mir die 12 des Tierkreiszeichen mit süßen Kalligrafien bei, ich durfte meinem Papa bei dem Ordnen der Neujahrskarten zusehen (Japaner schicken zu Neujahr immer Karten zu JEDER Person die sie kennen und dementsprechend gibt es immer ein rießiges Chaos mit den Neujahrskarten um diese Zeit)
Wir haben jetzt übrigens das Hasenjahr deswegen waren alle Karten auch mit Häschen verziert :)
Und dann brachte meine Mama mich fast zum weinen weil sie mir Neujahrsgeld gab.
Das ist etwas was Eltern normalerweiße mit ihren Kindern machen (vergleichbar mit Geschenken zu Weihnachten in Deutschland). Und sagte ich wär ein großes Geschenk für die Familie und immer willkommen bei ihnen ;__;
Meine erste Gastfamilie ist bis jetzt immer noch meine liebste und ich finde es faszinierend das Menschen die man vorher nicht kannte zu deiner tatsächlichen Familie werden können. 

Die Mochi-Suppe
Tierkreiszeichen ^____^
Mein Neujahrs-Geld ;___;
Dann musste ich schon wieder heim und das war mein Neujahr X)
Ich wünsche euch allen ein gutes neues und das ihr schön gesund bleibt ~ <3

Mittwoch, 25. August 2010

I want to be a cheesebun...

Das Mitaka-Sommerfest war wirklich einzigartig. Im Grunde war es nur ein Zug durch die Straßen von Menschen in Yukatas und mit komplizierten Tanzchoreographien. Ein wenig zu vergleichen mit Fasching...nur ohne Süßigkeiten. Aber die Atmosphäre war der Wahnsinn! Japaner wissen echt wie man feiert ^_^
Meine verfluchte Kamera schaffte es allerdings nicht ein einziges vernünftiges Foto zu schießen... =(
Danach gingen meine Eltern und ich Udon essen. Sooooo lecker!!!
Dann war ich erstmal für 3 Tage in einem International Camp mit anderen Austauschschülerinnen und Schülerinnen von der Shimokitazawa Seitoku (meiner Schule). Eigentlich fragen sie keine Beginner aber andere Austauschschüler waren abgesprungen deswegen hatte ich die Gelegenheit mitzumachen. Es war echt toll.
Wer sonst hat schon die Gelegenheit Tom Yam Gung von echten Thailänderinnen gekocht zu essen, japanischen Schulmädchen so wichtige deutsche Sätze wie: 'ich mag scharfe Jungs' beizubringen oder seinen Namen auf Koreanisch zu schreiben.
Wir haben Gerichte aus den verschiedenen Ländern gekocht (Thai, Korea, Japan, Australien, Neuseeland und Deutschland; unser deutsches Gericht das wir kochten war Kartoffelpuffer, sie sind echt gut angekommen), Yukatas getragen und eine MENGE Bilder gemacht (meine Kamera hatte allerdings freundlicherweise komplett den Geist aufgegeben...), BBQ und ein kleines Feuerwerk gehabt und eine Menge lustiger Spiele und Gruppenaktivitäten gemacht. Am Ende tauschten wir außerdem landestypische Geschenke aus. Ich bekam supersüße Socken von einer meiner neuen Mitschülerinnen.
Nach den Camp besuchte ich meine Schule zum erstenmal. Sie ist sehr weiß, sauber und modern. Und die Lehrer waren alle supernett. Ich finde es toll das sie mit ihren Schülern beinahe schon ein elterliches Verhältnis haben. Ich lernte meinen Homeroomteacher (Klassenlehrerin) Omori Sensei kennen (auf gut deutsch: Frau Großwald) Eine ältere, äußerst liebenswerte Frau die großes Interesse an Deutschland zeigte. Dann musste ich mich dem Vize -Direktor vorstellen (der gebrochenes Deutsch spricht) und dann dem Direktor höchstpersönlich (der fließend Deutsch spricht). Der Direktor wird mich und die andere Austauschschülerin aus Schweden die auch auf meine Schule geht privat in Japanisch unterrichten das heißt wir müssen keine Japanischklassen besuchen sondern haben dann bei ihm Unterricht. Ein wenig habe ich davor Angst.. man will ja schließlich nicht dem Direktor seiner Schule irgendwie auf den Schlips treten. Da ich eine Privatschule besuche hätte ich normalerweise Samstags Unterricht aber wir als Austauschschüler müssen dann nicht in die Schule kommen (YAY!) Dann bekamen wir noch unsere Uniformen. Es gibt 4 verschiedene, für jede Jahreszeit eine und trotz der Temperaturen bekam ich nur eine Herbstuniform -_-
Meine habe ich vorerst geliehen aber am Ende des Schuljahres kann ich sie glaube ich auch kaufen. Vielleicht werde ich sie als Andenken mitnehmen...sie ist supersüß aber die Kleidungsvorschriften sind echt streng. Kein Make-Up, kein Schmuck oder sonstige Accessoires, keine langen Fingernägel und Haarbänder nur in der Farbe schwarz. Außerdem diese doofen knielangen Socken in denen ich mich tierisch abschwitze... der Herbst soll endlich kommen!!!









Samstag, 21. August 2010

Yukata!!!

Wir waren dann noch in Ikebukuro und besuchten Sunshine City. Ein rießiges Hochhaus mit Einkaufsmeilen, Vergnügungsparks, Konferenzräumen und tausend anderen Dingen. Es war extrem billig dort deswegen bin ich mir sicher wieder dorthin zu gehen allerdings habe ich mir nichts gekauft ;)
Die letzten Tage war es so heiß das ich meistens nur zuhause war und gelernt habe...
Vorgestern war es allerdings wieder ganz ertragbar und wir machten einen Ausflug mit der Organisation zu einer Furin-Werkstatt. Furin sind kleine Glaswindspiele die man sich ans Fenster hängt und schöne Geräusche machen wenn es windig ist. Wir durften unsere eigenen bemalen und mitnehmen =) Meines war Ghibli gethemt. In ganz Japan gibt es nur 2 solche Werkstätten und sie gehören 2 Brüdern. Eine ist in Hokkaido und eine in Tokyo!
Danach ging ich mir noch einen Yukata (Sommerkimono für ungefähr 80€ mit Accesorices) kaufen weil die echt süß aussehen und viele Mädchen die in ihrer Freizeit hier tragen und ich sie außerdem bei offiziellen Anlässen tragen kann. Ich LIEBE meinen Yukata <3 Gestern war der letzte Tag Sprachschule und wir machten Präsentationen zu unseren Heimatländern auf Japanisch und hatten eine Teeparty. Heute gehe ich aufs Mitaka Sommerfest. Meine Gasteltern sagen dort gibt es eine Tanzaufführung. Ich bin schon gespannt... vielleicht kann ich meinen Yukata ausführen =) Und nächste Woche muss ich schon Familien wechseln =( Meine neue Familie hat einen 10 Jahre alten Sohn und lebt außerhalb von Tokyo. Sie hosten mich für 2 Monate. Japaner behalten Austauschschüler generell nicht so lange und ich denke ich werde noch ein paar mal in diesem Jahr wechseln müssen. Natürlich ist es anstrengend aber ich sehe das auch positiv denn dann lerne ich viele neue Menschen kennen und mache mehr Erfahrungen.